Um jeden Ärger mit dem Nachbar zu vermeiden, sollte man
in den ersten Apriltagen seine Gartengrenze nochmals
überprüfen. Gebrochene und morsche Zaunlatten sind
auszuwechsel, bevor der Nachbar sein Land an der Grenze bestellt, denn
sie müssen von seiner Seite aus angenagelt werden.
Von Bäumen und Stäuchern sollte man auch die Zweige
entfernen, deren Neuaustrieb über die Grenze wachsen könnte.
Engerlinge und Drahtwürmer schaden nicht nur im
Gemüse -, sondern auch im Obst - und Ziergarten. Wer im Vorjahr
unter diesen Schädlingen zu leiden hatte, sollte schon Anfang
April an Gegenmaß - nahmen ergreifen. Das ist vor allem dann
nötig, wenn im Herbst Stallmist mit Einstreu von Säge - oder
Hobelspäne eingegraben wurde. Bei starkem Auftreten ist es
angebracht, ein Bodenstreumittel anzuwenden.
Geflügel -, Kaninchen -und Ziegendünger ( ohne
Einstreu ) sowie Hufabfälle, mit denen man später
flüssig düngen will, muß man schon im April zum
Gären ansetzen. Dazu gehören wasserdichte Behälter, die
man möglichst so aufstellt, das sie von der Sonne voll getroffen
werden. Damit nicht zu Behälter nötig sind, setzt man die
genannten Stoffe nur 1 : 2 an, also mit der doppelten
Wassermenge. Das Verdünnen wird beim Düngen vorgenommen.
Wer seine Erdhaufen gegen Sonnenbestrahlung mit Sonnenrosen
oder Mais einsäumen will, trifft schon im April die
Vorbereitungen. Dazu wirft man an der Südseite der Haufen einen 30
cm breiten und ebenso tiefen Graben aus. Die ausgeworfene Erde wird
reichlich mit Komposterde gemischt und wieder eingefüllt. Auf
diesem Streifen ausgesäte oder ausgepflanzte Sonnenrosen oder Mais
wachsen so üpig, das sie ihren Zweck erfüllen.
Die vielseitige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris) ist ein
erprobtes Mittel gegen Wühlmäuse. Diese Wolfsmilch braucht
man in der Regel nur einmal (April) auszusäen, weil sie sich dann
immer wieder selbst aussät. Sie überdauert auch den Winter,
doch sollen junge Pflanzen am wirksamsten sein. Bei der Aussaat
verteilt man den Samen horstweise im ganzen Garten. Oft wird auch die
Ansicht vertreten, das die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) genauso
wirkt wie die Wolfsmilch.
Blumenkohl ist ein sehr anspruchsvolles Gemüse, das nur
auf bestem Boden mit gutem Erfolg angebaut werden kann. Am
günstigsten ist tiefgründiger sandiger Lehm oder lehmiger
Sand mit hohem Humusgehalt, dem es nicht an Nährstoffen fehlt. Das
für Blumenkohl vorgesehenes Land muß im Herbst reichlich
Stallmist erhalten haben, also in 1. Tracht stehen.
Nur in völlig freier und sonniger Lage erzielt man vom
Blumenkohl eine gute Ernte. Er darf auch nicht zeitweise durch seine
Umgebung beschattet werden. Er bringt dann wohl große
Blätter hervor, aber nur kleine Blumen.
Blumenkohl kann schon in den ersten Junihälfte geerntet
werden, wenn man Anfang April kräftige Pflanzen mit Topfballen zur
Verfügung hat. Zum Frühanbau von Blumenkohl muß man
sich Sorten beschaffen, die eine kurze Entwicklungszeit haben. Da
für solche Pflanzen die Aussaat bereits im Februar im
Gewächshaus erfolgen muß, ist die Anzucht nicht ohne Risiko.
Darum kauft man sich besser die benötigten Pflanzen in einer
Gärtnerei.
Zum Schutz gegen Spätfröste besorgt man sich
für den im April ausgepflanzten Blumenkohl Pflanzschutzhauben.
Wenn die Pflanzen gut abgehärtet sind, vertragen sie geringe
Fröste. Ungünstiges Wetter verzögert aber das Anwachsen
des frisch gepflanzten Blumenkohls und ruft Wachstumsstockungen hervor.
Mit den Schutzhauben kann man sie aber wesentlich verringern, so das
sich ihre Anwendung immer lohnt.
Eine wesentlich frühere Ernte erzielt man beim Früh
- Blumenkohl, wenn er durch mit Plastefolien überspannte Rahmen
geschützt wird. Für den Schutz werden die Vorbereitungen
schon vor dem Pflanzen getroffen, indem man an den Beeträndern
Pfähle einschlägt, die etwa 25 bis 30 cm über der Erde
stehen. Nach dem Pflanzen werden sie mit Latten verbunden, die
Folienrahmen aufgelegt und die Seiten mit Folie oder ähnlichen
Material verhängt.
Zum Frühanbau von Blumenkohl muß man sich Sorten beschaffen, die eine kurze Entwicklungszeit haben.
Auch im April muß der Blumenkohl 50 cm x 50 cm weit
gepflanzt werden. Man braucht also je m² Anbaufläche nur 4
Pflanzen. Je Normalbeet pflanzt man 3 Reihen, so das die Randreihen nur
10 cm vom Beetrand abstehen. Nach dem Pflanzen werden die Beetwege mit
der Grabegabel so gelockert, das sie nicht tiefer als das Beet liegen.
Früher Blumenkohl darf nicht tiefer gepflanzt werden,
als er vorher stand. Die Wurzeln brauchen zum schnellen Entwickeln
warmen Boden. Wenn man zu tief pflanzt, stehen sie im April zu kalt.
Die Topfballenoberkante muß also mit der Erdoberfläche
abschneiden.
Bodendeckung erspart beim Blumenkohl viel Hackarbeit und
außerdem trägt sie wesentlich zur schnellen Entwicklung bei.
Als Mittel zum Bodenbedecken eignet sich in erster Linie verrotteter
Pferdedünger. Zur Not ist auch feuchter Torf brauchbar. Das
Deckmaterial wird etwa 5 cm stark aufgebracht, sobald der Blumenkohl
nach dem Pflanzen einzeln angegossen ist. Die Bodendeckung verhindert
das Austrocknen der Erde und hält auch in kalten Nächten die
Bodenwärme fest. Außerdem bleibt unter ihr der Boden locker
und luftdurchlässig.
Blumenkohl darf nicht auf Land gepflanzt werden, auf dem in
den Vorjahren Kohlhernie festgestellt wurde. Bei der Kohlhernie handelt
es sich um einen Schleimpilz, der knollige Wucherungen an den Wurzeln
verursacht. Befallene pflanzen können daher keine Nahrung mehr
aufnehmen.
Der Kampf gegen die Kohlfliege, die den Blumenkohl ganz
besonders gern befällt, muß schon beim Pflanzen beginnen.
Die Kohlfliegen legen ab Mitte April ihre Eier an den Wurzelhals der
Blumenkohlpflanzen. Die daraus hervorgehenden Larven benagen den
Wurzelhals, bohren sich in ihn ein und lassen dadurch die Pflanzen
nicht zur Entwicklung kommen. Um die Abwehr erfolgreich zu machen,
gießt man den Blumenkohl gleich nach dem Pflanzen mit einem
Kohlfliegemittel an. Im übrigen sind die Vorschriften des
Herstellers zu beachten.
Blumenkohl, der im Juni gepflanzt werden soll, ist ab Mitte
April auf Saatbeete im Freiland auszusäen. Die erste Bedingung zu
guten Erträgen sind starke, wüchsige Pflanzen. Sie sind nur
durch weitläufige Aussaat zu erzielen. Darum darf man auf 1
m² höchstens 2 g Blumenkohlsamen ausstreuen. Die Pflanzen
erhalten einen guten Wurzelballen, wenn in die obere Bodenschicht vor
dem Aussäen recht viel feuchter Torf eingearbeitet wird.
Ab Mitte April legt man die vorgekeimten Frühkartoffeln
auf warmen humus - und nährstoffreichen Boden. Wenn der Boden sich
noch nicht etwas erwärmt hat, wartet man besser bis Ende April. Es
kommt nur Land in Frage, das im Herbst stark mit Stallmist gedüngt
wurde. Eine freie sonnige Lage ist für Frühkartoffeln
unerläßlich. Sie entwickeln sich in humosen Sandböden
am besten.
Gute Ernten von Frühkartoffeln sind nur zu erzielen,
wenn die Reihen 60 cm auseinander liegen. Auf ein Normalbeet (1,20 m)
darf man also nur zwei Reihen legen, wenn die Frühkartoffeln
beetweise angebaut werden. Wer mehr als zwei Reihen anbaut,
läßt die Beetwege fort und spart dadurch Platz. Bei
kleinerem Reihenabstand erzielt man viel und sehr hohes Kraut, aber
wenig Kartoffeln.
Da die Frühkartoffeln auf den Reihen mit 30 cm Abstand
gelegt werden müssen, braucht man für eine 6 m lange Reihe
nur 20 vorgekeimte Kartoffeln. Zum Legen zieht man auf den markierten
Reihen mit der Hacke eine etwa 10 cm tiefe Rille oder hackt je
Pflanzstelle ein ebenso tiefes Loch. Tiefer als 10 cm darf nicht gelegt
werden, weil die tieferen Bodenschichten im April noch zu kalt sind,
wodurch sich das An - und Weiterwachsen verzögert.
Kartoffeln eignen sich sehr gut, um stark verquecktes Land so
gut wie queckenfrei zu machen. Dazu nimmt man aber nicht die
vorgekeimten Frühkartoffeln, weil ihre Entwicklungszeit zu kurz
ist. Eine recht lange im Kraut grün bleibende Spätsorte
eignet sich am besten und sie müssen enger gelegt werden, als bei
den Frühkartoffeln angegeben ist, damit die Erde schnell bedeckt
wird. Das Legen der Kartoffeln wird so früh wie möglich
vorgenommen.
Für den Frühanbau von Kohlrabi braucht man warmen,
nährstoffreichen Boden in freier Lage. Er muß auch sehr
humusreich sein und im Herbst beim Umgraben frischen Stallmist erhalten
haben. Eine etwas windgeschützte Lage ist für den
Frühanbau am geeignetsten.
Beim Frühanbau von Kohlrabi muß man genügend
weite Pflanzabstände ganz besonders achten. Zu eng gepflanzter
Kohlrabi braucht zur Entwicklung bedeutend mehr Zeit als genügend
weit gepflanzter. Darum sollte man auf keinen Fall unter 25 x 25 cm
heruntergehen. Wer mit den Platz nicht gar zu sehr sparen muß,
sollte den Reihenabstand auf 30 cm erhöhen. Das Land wird dann um
so früher für die Nachkultur frei.
Zum Pflanzen im April eignen sich nur Kohlrabisorten, die
auch bei schlechten Wetterverhältnissen keine Schosser
hervorbringen. Naßkaltes Wetter nach dem Pflanzen fördert
bei ungeeigneten Sorten die Schosserbildung. Zu tief gepflanzter
Kohlrabi neigt zu Schossern und braucht zur Knollenbildung mehr Zeit
als hoch gepflanzter. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, das der
Kohlrabi nicht tiefer zu stehen kommt, als er vorher gestanden hat. Die
Knollen müssen sich frei über der Erde entwickeln können.
Frühkohlrabi entwickelt sich wesentlich schneller, wenn
er anschließend an das Pflanzen mit Pflanzenschutzhauben versehen
wird. Die Hauben haben an der Auflage einen Rand, den man mit Erde
bedecken muß, damit ihnen der Wind nichts anhaben kann. Sie
lassen sich schon ab Anfang Mai für andere Pflanzen verwenden.
Mit einem Wanderkasten bedeckter Frühkohlrabi ist noch
schneller fertig als der unter Pflanzschutzhauben. Es genügt, wenn
der Wanderkasten die ersten drei Wochen nach dem Pflanzen über den
Kohlrabi steht.
Kohlrabi leidet in manchen Jahren stark unter den Larven der
Kohlfliege und des Kohlgallenrüßlers. Die Larve des
Kohlgallenrüßlers verursachen knollige Auswüchse an den
Kohlrabiwurzeln. (Nicht mit der Kohlhernie verwechseln).
Wer für den Herbstbedarf Spätsorten von Kohlrabi anbaut, muß Ende April mit der Jungpflanzenanzucht beginnen.
Feste Köpfe beim Salat erzielt man nur in freier Lage
auf warmen humusreichen Boden. Kopfsalat verlangt mittelschweren Boden,
der im Herbst reichlich mit Stallmist versehen wurde.
Nur stark pikierte oder mit kleinen Topfballen versehene
Pflanzen der richtigen Sorte lohnen den Salatanbau ab Anfang April. Wer
sie nicht zur Verfügung hat oder nicht beschaffen kann, sollte
Kopfsalat erst in der zweiten Aprilhälfte pflanzen. Als beste
Sorte für den Frühanbau gilt auch heute noch der
"Maikönig". Diese Sorte braucht vom Auspflanzen bis zum Ernten nur
7 Wochen. Mit Topfballen gepflanzt ist sie in 6 Wochen fertig.
Bei Kopfsalat ist auf die richtige Pflanztiefe besonderer
Wert zu lege. Die Kopfbildung unterbleibt, wenn Kopfsalat zu tief
gepflanzt wird. Die meist an den Pflanzen noch sichtbaren
Keimblätter müssen beim Pflanzen dicht über der Erde
stehen. Wenn sich dadurch die Salatpflanzen auch etwas umlegen, so ist
das immer noch besser, als wenn man sie zu tief pflanzt.
Als Pflanzabstände genügen beim Frühanbau des
Kopfsalates 20 cm x 20 cm. Auf ein Normalbeet (1,20 m) pflanzt man 6
Reihen im Verband. Auf dieser Weise können sich die Köpfe
besser entwickeln als bei Quadratpflanzung.
Den früh gepflanzten Salat muß man sorgfältig
gegen Sperlingsfraß schützen. Besser ist das
Überspannen mit alten Netzen oder ähnlichen Stoffen. Am
sichersten helfen Pflanzschutzhauben, die außerdem die
Entwicklungszeit des Salates verkürzen.
Wintersalat, der den Winter überstanden hat, muß Anfang April noch einmal gehackt und gedüngt werden.
Zur Anzucht von Kopfsalatpflanzen für die Sommerernte darf man nur ausgesprochene Sommersorten nehmen.
Mit Salat und Kohlrabi kann man sehr gut den freien Platz
zwischen im Frühjahr gepflanzte Erdbeeren ausnutzen. Dabei ist es
gleichgültig, ob die Erdbeeren in Einzelreihen oder Bändern
gepflanzt wurden. Von den Erdbeerreihen muß man aber 20 bis 25 cm
wegbleiben, damit das Wachstum der Erdbeeren nicht behindert wird.
Bei trockenem warmen Wetter muß man Radieschen und auch
Frührettiche tüchtig gießen, damit die Knollen zart
bleiben. Sie müssen ständig im Wachsen gehalten werden, damit
sie nicht pelzig werden und scharf schmecken.
In günstigen, warmen Lagen sind Ende April schon die
ersten Radieschenaussaaten erntefertig. Wo Gurken, Melonen oder Paprika
für die abgeernteten Beete vorgesehen sind, kann man sofort noch
einmal Radieschen aussäen. Sie werden bie Ende Mai noch
erntefertig.
Folgeaussaaten von Radieschen kann man im ganzen April vornehmen.
Bei der Aussaat der Sommerrettiche, die man Mitte April
beginnt, ist auf genügend große Reihenabstände zu
achten. Sie sollten nie unter 30 cm betragen. Auf der Reihe legt man je
nach Knollengröße alle 10 bis 15 cm 2 bis 3 Korn. Nach dem
Aufgehen wird so verzogen, das je Saatstelle nur eine Pflanze stehen
bleibt. Für Rettiche keinen Stallmist.
Halblange Möhren kann man für den Sommerbedarf ab
Mitte April aussäen. Auch bei Aprilaussaaten sollte man auf
Markiersaat nicht verzichten.
Um vom Mangold im ersten Jahr gute Ernten zu erzielen,
muß man bis etwa Mitte April ausgesät haben. In schweren
Böden und höheren Lagen kann man das Aussäen bis Ende
April verzögern, vorallem bei naßkaltem Wetter. Im
übrigen ist in Bezug auf den Anbau und die Aussaat des Mangolds
alles zu beachten, was man im März nachlesen kann.
Mangold entwickelt sich nur dann normal, wenn er nach dem
Aufgehen rechtzeitig verzogen wird. Der Zeitpunkt ist gekommen, sobald
man schwache und starke Pflanzen unterscheiden kann. Beim Verziehen
läßt man je Horst nur die stärkste Pflanze stehen.
In den ersten Apriltagen muß man den überwinterten
Mangold abhäufeln und düngen. Beim Abhäufeln ist darauf
zu achten, das die Basis der Pflanzen (Herz) nicht beschädigt
wird. Anschließend entfernt man alle schlechten Pflanzenreste.
Der Dünger wird am besten trocken zwischen die Pflanzen gestreut
und eingehackt. Trockenes Wetter macht Gießen notwendig, damit
die Nährstoffe schnell in den Wurzelbereich gelangen. Schnell
wirkender Stickstoffdünger ist besonders geeignet.
Rote Rüben stellen an den Boden keine großen
Ansprüche. Die Hauptsache ist, das der im Herbst tief bearbeitet
wurde und in 2. Tracht steht. Rote Rüben, auch Rote Beete genannt,
vertragen keinen Stalldünger im Boden.
Obwohl man Rote Rüben auch pflanzen kann, sollte man die
Aussaat an Ort und Stelle vorziehen. Für den Sommerbedarf sät
man die Roten Rüben erst ab Mitte April aus. Wer das Pflanzen
vorzieht, muß Anfang April in ein kaltes Frühbeet
aussäen. Dadurch wird aber kein Vorteil erzielt, sondern das
Risiko des Anwachsens dazugenommen.
Bei der Aussaat der Roten Rüben an Ort und Stelle
muß ein Reihenabstand 30 cm betragen. Auf der Reihe wird der
Samen horstweise ausgelegt. Auf einem Normalbeet (1,20 m) zieht man mit
der Hacke 4 Reihen. Die Aussaatrillen sind so flach zu ziehen, das der
Samen nach dem Zuziehen höchstens mit 1 cm Erde bedeckt sind. Auf
der Reihe legt man in Abständen von 18 bis 20 cm Samenknäul
(Auf je 1 g gehen etwa 60 bis 70 Korn). Später wird verzogen, so
das je Horst immer nur eine Pflanze stehen bleibt.
Von Schnitt - und Pflücksalat, der auf jedem Boden
wächst, kann man laufende Folgeaussaaten machen. Der Schnitt -
sowie der Pflücksalat ergeben zwar keine Salatköpfe, aber
immerhin sehr schnell Salatblätter. Außerdem kann man sie
sehr gut als Hühnerfutter verwenden. Ein besonderes Beet wird
für beide Arten kaum benötigt, weil sie auch zwischen lichten
Sträuchern noch zufriedenstellend gedeihen. Näheres über
die Aussaat ist im März nachzulesen.
Rotkohl ist bezüglich der Bodenverhältnisse genauso
anspruchsvoll wie der Blumenkohl. Er kann ab Mitte April gepflanzt
werden. Der Anbau von Rotkohl ist nur dort zu raten, wo in Bezug auf
den Boden das erfüllt wird, was beim Blumenkohl auch gefordert
wird.
Auch der Frührotkohl muß einen Pflanzabstand von
50 cm x 50 cm erhalten, wenn er schnell feste Köpfe entwickeln
soll. Beim beetweisen Pflanzen des Frührotkohls geht man wie beim
Blumenkohl vor, also je Normalbeet 3 Reihen und auf keinen Fall tiefer
als er gestanden hat. Pflanzenschutzhauben sind unbedingt zu empfehlen.
Bodenbedeckung wie beim Blumenkohl trägt wesentlich zum
Verfrühen der Rotkohlernte bei.
Zum Frühanbau von Rotkohl braucht man Sorten mit kurzer Entwicklungszeit und Pflanzen mit Topfballen.
Frühweißkohl kann man schon Anfang April
auspflanzen, wenn man warmen und nicht zu schweren Boden sowie
entsprechende Pflanzen hat. Der Frühweißkohl ist nicht so
anspruchsvoll wie Rot - und Blumenkohl, doch muß der Boden humus
- und nährstoffreich sein sowie in 1.Tracht stehen.
Abgehärtete kräftige, pikierte oder Pflanzen mit Topfballen
sind die Voraussetzung für einen guten Erfolg.
Damit sich am Rosenkohl bis zum Spätherbst brauchbare
Röschen entwickeln können, sät man ihn zur
Pflanzengewinnung im Laufe des Aprils. Ausgesät wird auf einem
Saatbeet im Freiland. Je m² Aussaatfläche darf man nicht mehr
als 3 g aussäen, wenn kräftige Pflanzen erzielt werden
sollen. Das Saatbeet ist gegen Finken durch Netze oder dichtes Reisig
zu schützen.
Da Spätkohlsorten vom Pflanzen bis zum Ernten etwa 5
Monate brauchen, darf man den Aussaattermin zur Pflanzenanzucht nicht
verpassen. Er liegt um den 20. April herum. Die Sämlinge haben
dann bis zum Pflanzen Zeit, sich zu kräftigen Exemplaren zu
entwickeln. Nur mit solchen ist der Anbau von Spätsorten
empfehlenswert. Außer der Zeit muß den Jungpflanzen aber
auch genügend Platz zur Verfügung stehen.
Alle Anfang April und früher gepflanzten Kohlarten,
einschließlich Kohlrabi, erhalten schon im letzten Aprildrittel
die erste Nährstoffgabe. Da die Reihen noch nicht zugewachsen
sind, geht das Ausstreuen der trockenen Mineraldünger am
schnellsten. Sie müssen aber so verteilt werden, das keine
Pflanzenteile getroffen werden. Der Dünger wird leicht eingehackt
und anschließend ist durchdringend zu gießen, damit die
Nährstoffe in den Wurzelbereich gelangen.
Von Grünkohlstrünken, die beim Ernten der
Blattköpfe nicht stark zurückgeschnitten wurden, können
schon in den letzten Apriltagen die jungen Austriebe geerntet werden.
Wenn auch mengenmäßig nicht viel erzielt wird, hat man doch
um diese Zeit seltenes junges Blattgemüse. Die Austriebe bricht
man an der Basis von den Strünken ab.
Zur Pflanzenanzucht von Sommerendivien beginnt man Mitte
April mit der Aussaat. Gesät wird auf einem geschützt
liegenden Freiland - saatbeet. Da die Sämlinge bis zum Pflanzen im
Saatbeet bleiben, muß sehr weitläufig und vor allem
gleichmäßig ausgesät werden.
Im April ins Freiland ausgesäter Porree ergibt bis zum
Spätherbst noch gut verwertbare Stangen. Porreesamen ist nur im
ersten Jahr nach der Ernte voll keimfähig. Um in der ersten
Junihälfte pflanzen zu können, braucht man nicht vor Mitte
April auszusäen.
Dem im Herbst ausgesäten Spinat und Feldsalat sollte man
in den ersten Apriltagen noch eine Nährstofflösung aus einem
schnellwirkenden Stickstoffdünger geben.
Überwinterter Spinat und Feldsalat (Rapünzchen)
sind zu ernten, bevor sich die Blütentriebe zeigen. In manchen
Jahren ist das bei sonnigem Wetter schon Ende April der Fall. Wer beide
Gemüsearten Anfang April nochmals düngt (wie oben bei Spinat
und Feldsalat) und anschließend öfter gießt, kann das
Erscheinen der Blütentriebe verzögern.
Der in den ersten Märztagen ausgesäte Spinat ist
bei gutem Frühjahrsverlauf Ende April erntefertig. Man sollte mit
dem Ernten auf keinen Fall warten, bis der Spinat zum Blühen
ansetzt, dann schmeckt er bitter. Eine geringe Ernte ist besser als
eine ungenießbare.
Im Vormonat ausgesäte Palerbsen sind Ende April so weit,
das anzuhäufeln und zu stützen ist. Gestützt werden nur
die höheren Sorten, denn bei den niedrigen genügt das
Anhäufeln. Das Stützmaterial (Reiser) muß so fest
stehen, das der Wind die Erbsen nicht umwehen kann. Wo in Bandsaat
gelegt wurde (siehe März unter hohe Erbsensorten), steckt man die
Reiser zwischen zwei nebeneinanderliegende Reihen. Dahin gehört
auch der eventuelle zu verwendende Maschendraht, der 1 m hoch sein
muß. Er wird an beiden Enden fest verankert und erhält in
einem Abstand von 1,50 m Zwischenstützen. Beim Anhäufeln
drückt man die Erbsen an das Stützmaterial.
Mit den Anhäufeln und Reisern kann man bei den Palerbsen
das Düngen verbinden. Der Dünger wird vor diesen
Maßnahmen zwischen den Reihen gestreut und zwar so, das die
Pflanzen selbst nicht getroffen werden.
Im allgemeinen dürfen für Folgesaaten von Erbsen
auch im April noch keine Markenerbsen verwendet werden. Die
Markenerbsen würden durch die im Mai auftretenden
Spätfröste zugrunde gehen.
Im günstigen, nur selten von Spätfrösten
heimgesuchten Lagen kann man in den letzten Apriltagen die ersten
Markenerbsen aussäen.
Sobald die Möhrenreihen auf dem in März
besäten Beeten gut erkennbar sind, ist die Markiersaat zu
entfernen, damit die Möhren nicht in ihrer Entwicklung gehemmt
werden.
Gurken verlangen einen warmen durchlässigen Boden mit
viel Humus. Am besten bereitet man die Beete schon Ende April vor. Zum
Vorbereiten gehört vor allem frischer Pferdemist. Die Beetmitte,
die die Gurkenreihen aufnehmen soll, gräbt man in einer Breite von
etwa 50 cm einen halben Spatenstich tief aus. Der Graben wird mit dem
Mist gefüllt und die Erde als Damm aufgeschippt. Bis zum
besäen (ertse Maihälfte) oder Bepflanzen (letztes Maidrittel)
hat sich so die Erde gut erwärmt.
Die Ränder der Gurkenbeete werden beim Vorbereiten mit
Kopfsalat und Kohlrabi bepflanzt. Die Pflanzung dient zum besseren
Ausnutzen und auch als Schutz der Gurken in der ersten
Entwicklungszeit. Mit 10 cm Abstand von beiden Beetkanten pflanzt man
je eine Kohlrabireihe. Die Salatreihen müssen 25 cm vom Kohlrabi
entfernt stehen. Sie verlaufen also ungefähr längs der beiden
Dammseiten. Als Pflanzen - abstand auf den Reihen genügen bei
beiden Gemüsearten 20 bis 22cm. Beide dürfen nicht tiefer
gepflanzt werden, als sie vorher gestanden haben.
Wer über frisches Laub verfügt, kann sich Mitte
April ein Frühbeet zur Gurkenkultur vorbereiten. Das Frühbeet
muß so tief sein, das nach dem Einbringen der etwa 20 cm hohen
Laubpackung bis zum Frühbeetfenster mindestens noch 20 cm Abstand
bleiben. Vor dem Packen mit Laub gräbt man etwa 15 cm tief die
Erde aus dem Frühbeet und bringt sie nach dem Packen wieder auf
das Laub. Anschließend erhält das Frühbeet die Fenster,
die nachts und an trüben Tagen mit Deckmaterial (Stohmatten)
versehen werden. An sonnigen Tagen wird es entfernt, damit die Sonne
beim Erwärmen der Erde hilft.
Im Frühbeet pflanzt oder sät man die Gurken auf
flache Hügel, von denen unter jedem Frühbeetfenster nur eine
errichtet wird. Die Hügel erhalten eine schwache
Pferdemistunterlage, so ähnlich wie die Gurkenbeete im Freiland.
Man errichtet sie an der Grenze des oberen und mittleren Drittels der
Frühbeetbreite. Die Hügel dürfen nur so hoch sein, das
bis zu den Glasscheiben noch mindestens 15 cm Platz ist.
Ende April kann man das mit Laub gepackte Frühbeet
besäen oder bepflanzen, sofern genügend Deckmaterial
(Strohmatten) zur Verfügung steht. Auf jeden Hügel legt man 6
bis 8 vollkörnige Gurkensamen und bedeckt sie höchstens mit 1
cm Erde. Hat man Gurkenpflanzen, dann werden je Hügel drei
ausgepflanzt. Zu beachten ist, das sie bis an die Keimblätter in
die Erde kommen. Die bepflanzten Frühbeete werden in jeder Nacht
mit Deckmaterial (Strohmatten) versehen, auch wenn keine Frostgefahr
besteht. Dadurch verhindert man starke Temperaturunterschiede zwischen
Tag und Nacht, die zu Wachstumsstockungen führen würden.
Vom Bleichspargel müssen die Stangen geerntet werden,
sobald ihr Durchbruch an der Dammoberfläche erkennbar ist. Die in
März errichteten Dämme sind darum am frühen Morgen und
am späten Nachmittag durchzusehen. Am wertvollsten sind die
Stangen mit weißen Köpfen. Sobald sie Licht erhalten,
verfärben sie sich. Darum darf man nicht warten, bis die
Dammoberfläche völlig durchbrochen ist.
Damit man den Nachwuchs der Spargelstangen nicht
beschädigt, muß man beim Ernten jede Stange völlig
freigelegt werden. Beim Freilegen geht man mit den Fingern dem Verlauf
der Spargelstangen bis zu ihrer Basis nach. Dicht darüber sind sie
mit einem scharfen Messer (Spargelmesser) abzuschneiden.
Die Spargeldämme sind nach jedem Stechen sofort wieder
in Ordnung zu bringen. Die beim Freimachen der Stangen nach unten
gelangte Erde wird am besten mit einen handlichen Brettstück
wieder an die bisherige Stelle gebracht und angeklopft. Bei dieser
Gelegenheit entfernt man auch gleich Unkraut, damit die Dämme gut
zu beobachten sind.
Schon bei Beginn des Spargelaustriebes sind Maßnahmen
gegen die Spargelfliege zu ergreifen. Am meisten sind die noch nicht
erntefertigen Anlagen und die dreijährigen, die nur bis zum 1.
Juni gestochen werden, gefährdet. Die Spargelfliege legt ihre Eier
an die die Erde durchbrechenden Triebköpfe ab. Die auskriechenden
Larven zerstören durch ihren Fraß die Triebe, so das sie
sich nicht weiter entwickeln können. Am besten hilft das
Einstäuben der Spargelreihen - köpfe vom 10. April bis Mitte
Juni mit dafür vorgesehene Mittel.
Schon in den letzten Apriltagen können die noch nicht
erntefertigen Spargelanlagen die zweite Düngergabe erhalten. Sie
wird wie die erste (siehe März unter zweijährige
Spargelanlagen) verteilt. Auch die Menge braucht nicht höher zu
sein.
Das zweite Düngen beim zweijährigen Spargel kann
man meist mit dem Auffüllen der Gräben verbinden. Das
Auffüllen ist möglich, sobald die Spargeltriebe die Nähe
der normalen Bodenoberfläche erreicht haben. Der Dünger wird
ausgestreut und die Erde so weit nachgefüllt, das die Triebspitzen
gerade noch zu sehen sind.
Für Neuanlagen von Spargel (Bleichspargel und
Grünspargel) ist Mitte April der letzte Pflanztermin.
Spargelpflanzen treiben sehr früh aus, so das man nach diesem
Zeitpunkt das gute Anwachsen gefährdet. Was beim Pflanzen alles zu
beachten ist, kann man unter Bleichspargel und Grünspargel im
März nachlesen.
Sobald die Zwiebeln -, Möhren - und Pastinakenreihen auf
den im März besäten Beeten gut erkennbar sind, ist die
Markiersaat zu entfernen. Sie hat nun ihren Zweck erfüllt und
würde die Gemüsearten nur in der Entwicklung hemmen.
Wenn Möhren und Pastinaken zu dicht aufgegangen sind,
sollte man das Verziehen nicht verzögern. Es ist vorzunehmen,
sobald man die jungen Pflänzchen gut fassen kann, meist schon in
den letzten Apriltagen. Möhren verzieht man so, das höchstens
alle 2 cm bis 3 cm eine Pflanze stehenbleibt. Bei Pastinaken muß
der Pflanzabstand 8 bis 10 cm betragen, wenn man starke Wurzeln
erzielen will. Nach dem Verziehen muß durchdringend gegossen
werden.
Im Anschluß an das Verziehen der Möhren und
Pastinaken gibt man auch gleich die ersten Nährstoffgaben. In
diesem Falle gießt man nicht nach dem Verziehen, sondern erst
nach dem Ausstreuen des Düngers. Düngerart und - menge
entsprechen denen beim Kohl. Der Dünger braucht aber zwischen die
Reihen, sondern kann über die ganze Beetfläche ausgestreut
werden.
Die im März ausgesäten Zwiebeln verzieht man bei zu
dichten Aufgehen nur, wenn große Zwiebeln erzielt werden sollen
und verbindet damit die erste Nährstoffzugabe. Verzogen wird auf
etwa 2 cm. Das Düngen wird wie bei den Möhren und Pastinaken
sowie mit denselben Düngern vorgenommen. Die nicht verzogenen
Zwiebeln werden ebenfalls in den letzten Apriltagen gedüngt.
Im März ausgesäte Puffbohnen und Palerbsen erhalten
die erste Nährstoffgabe, sobald sie 5 bis 8 cm hoch sind und die
zweite etwa 2 Wochen später. Am besten macht man sich
Nährlösungen zurecht, die man vorsichtig zwischen die
Pflanzreihen gießt. Als erste Gabe kommt nur ein
Stickstoffdünger in Frage. Zum zweiten nimmt man einen
Volldünger.
Wer an einem hellen Küchenfenster genügend Platz
hat, kann in den letzten Apriltagen Gurken in kleine Töpfen
aussäen. In 6 cm bis 7 cm - Töpfe legt man 2 vollkörnige
Gurkensamen und bedeckt sie mit Erde. Als Topferde ist sandige
Komposterde am geeignetsten. Bei 10 bis 12 Grad werden die Gurken bis
zum letzten Maidrittel pflanzfertig.
Bei den Frühbeetaussaaten darf man im April das
Lüften und Gießen nicht vergessen. Sobald die Sonne scheint
oder die Außentemperaturen 10 Grad übersteigen, ist jedes
Fenster der Frühbeete zu lüften. Gelüftet wird so, das
der Wind über die Fenster streicht und die Pflanzen nicht trifft.
Zum Gießen wählt man nur die sonnigen Tage an denen die
Erdoberfläche schnell wieder abtrocknet. Andernfalls leiden die
Jungpflanzen leicht unter Schwarzbeinigkeit.
Der Abend ist die beste Zeit zum Pflanzen von Gemüse
aller Art. Dann wirkt sich der Einfluß der Sonne nicht mehr
schädlich auf die Pflanzen aus. Nach dem Pflanzen ist so
durchdringend anzugießen, das das Erdreich nicht nur feucht,
sondern naß ist. Auf diese Weise erhalten die Wurzeln eine gute
Vebindung mit dem Boden. In der Nacht haben dann die Pflanzen
Gelegenheit, so viel Wasser aufzunehmen, das sie am nächsten Tage
kaum welken. Wer so verfährt, wird auch keine Verluste zu beklagen
haben. Schon im Laufe des Tages gekaufte Pflanzen sind an einem
kühlen schattigen Ort zu lagern.
Alle im Keller überwinterten Gemüsearten sind
möglichst bis Ende April zu verwerten. Sie dürfen nicht erst
mit neuen Austrieb beginnen. Dazu verbrauchen sie Reservestoffe, die
dem Gemüse verloren gehen. Das ist vor allem in einem warmen
Frühjahr zu befürchten.
Bei sonnigen trockenem Wetter machen sich auf den Saatbeeten
im Freiland schon im April die Erdflöhe bemerkbar. Das ist vor
allem bei Kohl - und auch Radieschenaussaaten der Fall. Die
Erdflöhe zerstören schon die kaum entwickelten
Keimblätter dieser Gemüsearten. Dadurch ist es den Pflanzen
unmöglich, sich weiterzuentwickeln. Fleißiges Gießen
verringert zwar die Gefahr, jedoch ist das Einstäuben mit einem
speziellen Erdflohmittel die beste Gelegenheit.
Welke Salatpflanzen sind sofort zu untersuchen, ob nicht etwa
Drahtwürmer ihr Unwesen treiben. Salatpflanzen werden von den
Drahtwürmern ( Larven der Schnellkäfer ) besonders bevorzugt.
Bei feuchtem warmen Wetter sind auch die Nacktschnecken zur
Stelle und schaden jungen Gemüsepflanzen durch Fraß. Am
besten hilft das Auslegen von käuflichen Schneckenködern.
Alle frisch gepflanzten Gemüse und Kohlaussaaten sind
laufend durchzusehen, damit vor allem Vögel keinen Schaden
anrichten.
Wer bei den Rhabarber Verfrühungsmaßnahmen
ergriffen hat, kann schon in der zweiten Aprilhälfte Blattstiele
ernten. Darum Vorsicht beim Ausbrechen. Beim Ernten beseitigt man auch
den sich eventuell schon entwickelnden Blütentrieb. Wer alle
gebleichten Blattstiele erntet, muß den Pflanzen
anschließend eine Erholungspause zugestehen und den Umbau
entfernen.
Der letzte Termin zum Winterschnitt der Weinreben liegt in
den ersten Apriltagen. Späteren Schnitt verursacht unnötigen
Saftverlust. In günstigen Lagen muß der Schnitt schon im
März beendet sein.
Bei den auf Rasenflächen stehenden Obstgehölzen
darf das Bearbeiten der Baumscheiben nicht vernachlässigt werden.
Das Lockern der Baumscheibe trägt wesentlich zum Durchlüften
des Bodens bei. Darum muß es des öfteren wiederholt werden.
Wo es sich um kleine Formen der Obstbäume (Spindelbüsche)
oder um Beerenobst handelt, kann man das Lockern der Baumscheiben mit
dem Düngen verbinden. Der Dünger wird ausgestreut und die
Baumscheibe anschließend gelockert. Auf diese Weise gelangt der
Dünger in die obere Bodenschicht. Zum Lockern der Baumscheiben
nimmt man die Grabegabel. Mit dem Spaten werden die Wurzeln
beschädigt.
Das Schneiden der Pfirsischbüsche wird erleichtert, wenn
im April Blüten - und Blattknospen gut zu unterscheiden sind. Bei
älteren Pfirsischbüschen, die meist nur kurze Fruchttriebe
aufweisen, beschränkt man sich auf das Entfernen des trockenen
Holzes und der überflüßigen Triebe. Jüngere
können einen regelmäßigen Schnitt unterworfen werden.
Dabei läßt man den wahren Fruchttrieben über dem
Blütenknospenansatz ein Blattauge. Die falschen werden bis auf das
Basisauge zurückgeschnitten. Bei den Holztrieben wird genauso
vorgegangen. Die Konkurrenztriebe an den Spitzen der
Verlängerungs-triebe entfernt man ganz.
Bei den Pfirsichbüschen unterscheidet man zwischen
Frucht - und Holztrieben. An den Holztrieben findet man nur Knospen,
die Blätter bzw. Triebe hervorbringen. Von Fruchttrieben haben die
Pfirsichbüsche wahre und falsche. Bei den wahren ist in der Regel
eine Holzknospe von zwei Blütenknospen umgeben, während die
falschen nur Blütenknospen aufweisen. Im allgemeinen beginnt und
endet ein falscher Fruchttrieb mit je einer Holzknospe.
Im Laufe des Aprils ist allen Obstbäumen eine
zusätzliche Düngung sehr dienlich, soweit sie nicht schon in
den Vormonaten erfolgte. Bei älteren Obstbäumen befinden sich
die meisten Faserwurzeln, die für die Nahrungsaufnahme in Frage
kommen, in der Nähe der Kronentraufe. Es hat also keinen Zweck,
die Nährstoffe in der Nähe der Stämme zu geben. Die
Volldünger werden darum immer im Kronentraufenbereich und
darüber hinaus ausgestreut. Der Dünger wird flach eingehackt
und vom Regen in den Bereich der Wurzeln gespült.
Im Gemüsegarten stehende Obstbäume braucht man in
der Regel nicht gesondert zu düngen. Das gilt natürlich nur,
wenn der Gemüsegarten laufend in gutem Nährstoffzustand
gehalten wird. Dort genügen die dem Gemüse reichlich
gegebenen Dünger, um auch die Obstbäume zu versorgen. Durch
den Regen und das Gießen gelangen die Nährstoffe ohne unser
Zutun in den Bereich der Obstgehölzwurzeln.
Johannis - und Stachelbeersträucher kann man sich durch
Anhäufeln oder sogenannte Absenker selbst heranziehen. Das
Anhäufeln wendet man bei älteren Sträuchern an, deren
Ertrag so gut ist, das sich das Vermehren lohnt. Ein Komposterde -Torf
- Gemisch. In einem Verhältnis von 3 : 1 oder 4 : 1 eignet sich
dazu am besten.
Das Vermehren von ausläuferlosen Himbeersorten ist durch
Absenker, auch Ableger genannt, sehr erfolgreich. Zum Absenkern biegt
man im April einige starke vorjährige Triebe in ihrer ganzen
Länge zur Erde und befestigt sie in einer flachen Rinne mit
Asthaken. Sobald der Neutrieb 12 cm bis 15 cm lang ist, bedeckt man die
ganze Rute ungefähr 10 cm hoch mit dem bei den Johannesbeeren
(oben) angegebenen Erdgemisch, das nie trocken werden darf. An der
Basis aller Jungtriebe entwickeln sich bis zum Herbst Wurzeln.
Bei rankenden Brombeersorten bewurzeln sich die Spitzen der
Ranken sehr leicht, wenn man sie im April mit der Erde in Verbindung
bringt. Starke vorjährige Ruten werden zur Erde gebogen und etwa
20 cm unterhalb der Triebspitze festgeklammert. Die Triebspitze bindet
man an einem Stab fest. Die geklammerte Stelle wird etwa 10 cm hoch mit
dem Erdgemisch bedeckt, das man bei den ausläuferlosen
Himbeersorten verwendet hat und immer feucht gehalten.
Bei neugepflanzten Obstbäumen, die an Pfähle
gebunden sind, ist von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ob das
Baumband beim Setzen der Erde nachgegeben hat. Wenn man beim Pflanzen
das Baumband in der richtigen Art angebracht hat, kann sich der Baum
beim Setzen der Erde nicht aufhängen. Trotzdem sollte man alle
neugepflanzten Bäume in der 2. Aprilhälfte nocheinmal
durchgehen, ob alles in Ordnung ist. Hat sich die Erde in der
Pflanzgrube zu stark gesetzt, dann kommt der Baum zu tief zu stehen und
muß in die richtige Höhe gebracht werden. Zu locker
gewordene Baumbänder muß man nachbinden, damit der Baum
nicht wackelt.
Neu angelegte Erdbeerbeete kan man im ersten Jahr sehr gut
mit einigen Gemüsearten ausnutzen. Dazu sind Radieschen, Spinat
sowie Kopfsalat geeignet. Einjährige Gewürzkräuter kann
man ebenfalls zwischen die Erdbeerreihen säen. Für im Herbst
pikierte Erdbeerpflanzen ist Anfang April der letzte Pflanztermin. Wo
die Erdbeeren Beetweise stehen, ist jeder Reihenzwischenraum nutzbar.
Andernfalls läßt man einen um den anderen frei. Wie
Buschbohnen als Zwischenfrucht verwendbar sind, kann man im Mai
nachlesen.
Im Herbst pikierte Erdbeerpflanzen ist der Anfang des Aprils der letzte Pflanztermin.
Wenn man Monatserdbeeren Anfang April in ein kaltes
Frühbeet aussät, können noch im gleichen Jahr
Früchte geerntet werden. Man sät nicht direkt in den
Frühbeetgrund, sondern in große Blumentöpfe oder
Aussaatschalen. Der Samen darf nicht zu dicht liegen und wird nur ganz
wenig mit sauerem Sand übersiebt. Sobald die Sämlinge das
dritte kleine Blatt entwickeln, pikiert man 4 x 4 cm weit in den
Frühbeetgrund.
Damit ältere Monatserdbeeren reichlich Früchte
hervorbringen, müssen sie schon Anfang April mit Nährstoffen
versorgt werden. Dazu eignen sich am besten Nährstofflösungen
aus Volldüngern, die stickstoffarm sind. Beetweise angepflanzte
Monatserdbeeren sollte man gleichzeitig mit Bodenbedeckung versehen.
Verrotteter Stallmist oder feuchter Torf sind dazu am geeignetesten.
Apfelbäume, die im Vorjahr unter Mehltau gelitten haben,
müssen kurz vor dem Aufbrechen der Knospen zusätzlich mit
Schwefelpräperaten gespritzt werden. Dabei darf man mit dem
Spritzmittel nicht sparen, damit alle Teile des Baumes mit ihm
überzogen sind. Die Wirkung der Spritzmittel wird wesentlich
verstärkt, wenn man ihnen ein Haftmittel zusetzt. Im übrigen
ist auch hier die Vorschrift des Herstellers zu beachten. Soweit
Pilzbelag an den Trieben festzustellen ist, müssen sie vor dem
Spritzen entfernt werden. Die Schwefelspritzung wirkt gleichzeitig
gegen Schorf und Monilia.
Sobald die Knospen der Obstbäume stark schwellen, sollte
man auch gegen die Jungraupen der Apfelgespinstmotte noch einmal
vorgehen. In dieser Zeit verlassen die Jungraupen ihre Schutzschicht
und sind dann am besten zu vernichten.
Zur Zeit der Knospenschwellung schlüpfen aus den
überwinterten Eiern die Blattläuse. Darum ist das die beste
Gelegenheit, diese Läusegeneration den Garaus zu machen. Sie
vermehrt sich nämlich bei warmen Wetter ganz unheimlich schnell.
Als sehr wirksamesMittel gegen die Blutlaus hat sich
vielerorts die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) erwiesen. Der Samen
der Kapuzinerkresse legt man ab Ende April an den Stämmen der
besonders gefährdeten Sorten aus. Dazu eignen sich aber nur
rankende Sorten, die man am Stamm hochleitet. Im Bereich der
Kressentriebe sollen sich keine Blattläuse ansiedeln. Ein Versuch
kann bei allem niedrigen Baumformen (Büsche, Spindeln) empfohlen
werden. Zum Bepinseln von Blutlausherden ist Preßsaft der
Kapuzinerkresse besonders wirksam.
Die Wellpappgürteln, die im März zum Fangen der
Käfer des Apfel - blütenstechers angelegt wurden, sind im
April täglich zu überprüfen. Dazu nutzt man am besten
die kühlen Morgenstunden, in denen sich die Käfer noch nicht
bewegen. Die Gürtel sind immer wieder so zu befestigen, das man
sie ohne Erschütterung abnehmen kann. Da die
Käfer(Rüsselkäfer) nur etwa 4 mm groß sind,
muß man genau achtgeben, das keiner entwischt.
Der etwa 5 mm große Himmberkäfer schadet nicht nur
seine Larven in den Früchten, sondern auch durch Anfressen der
Knospen. Die Flugzeit des Himmbeerkäfers beginnt in der 2.
Aprilhälfte. Wer nur einige Sträucher besitzt, kann den
Käfer durch Abklopfen der Ruten fangen. Dazu werden helle
Tücher auf den Boden gelegt.
Die Stachelbeerblattwespe legt ihre Eier schon im April an
die ersten sich entfaltenden Blättchen ab. Diese erste Generation
muß vernichtet werden, sobald die Raupen geschlüpft sind.
Wer gegen die die Pflaumensägewespe wirksam vorgehen
will, darf den richtigen Zeitpunkt zum Spritzen nicht verpassen. Dieser
Schädling legt seine Eier an die Kelchblätter der
Pflaumenblüten ab. Die geschlüpften Larven verursachen das in
manchen Jahren massenhafte Abfallen der noch ganz jungen Früchte.
Um den vorzubeugen, muß man das Spritzen spätestens 5 Tage
nach dem Abfallen der meisten Blütenblätter vornehmen.
Gegen den Himbeer - und Erdbeerblütenstecher darf man
nur mit Mitteln vorgehen, die den Bienen nicht schadet. Das
Abpflücken der durch den Käfer mit Eiern belegten Blüten
ist nur ein Notbehelf. Besser wirkt das Einstäuben der
Blütenstände. Das Einstäuben ist mit Abständen von
etwa 6 Tagen durchzuführen. Die Zeit ist gekommen, sobald sich die
ersten Knospentriebe entwickeln. Nach jedem Regen ist das
Einstäuben sofort zu wiederholen.
Blühende Beerensträucher kann man durch
Überspannen mit Jute - oder Papiergewebe gegen Nachtfröste
schützen. In etwas hoch liegenden und frostgefährdeten
Gebieten sollte man dazu in jedem Frühjahr die Vorbereitungen
beizeiten treffen. Es genügen leichte Gerüste aus schwachen
Latten oder Stangen. Bei Frostgefahr braucht man dann nur das
Deckmaterial darüber spannen.
Nadelhölzer ( Koniferen ) sollte man nicht vor Ende
April und nur mit festem Erdballen pflanzen. Als Hauptpflanzzeit wird
meist der Spätsommer angegeben, doch sind Aprilpflanzungen
ebenfalls erfolgreich.
Beim Pflanzen darf die Ballenhülle nicht entfernt
werden. Die Koniferen erhalten nach dem Pflanzen eine Bodenbedeckung.
Das Pflanzloch wird dem Wurzelballen entsprechend mit reichlichem
Durchmesser, aber nicht viel tiefer als erforderlich ausgehoben.
Anreichern der Aushuberde mit Torf ist zu empfehlen. Nadelhölzer
dürfen nur so tief gepflanzt werden, wie sie vorher gestanden
haben. Unter der Pflanze ist die wieder eingefüllte Erde so
festzutreten, das sie sich später nicht setzen kann. Der freie
Raum um den Ballen wird vorläufig nur bis zur halben
Ballenhöhe gefüllt und ebenfalls leicht festgetreten. Erst
jetzt wird die Ballenhülle oben geöffnet und nach allen
Seiten ausgebreitet. Anschließend füllt man das Pflanzloch
völlig und gießt kräftig an. Mit einer etwa 5 cm
starken Bodendecke aus nassem Torf wird die Pflanzstelle versehen, was
wesentlich zum schnellen Anwachsen beiträgt.
Wachholder und Eiben sowie der Kirschlorbeer müssen
einen festen Erdballen haben. Bei den übrigen genügt ein
gutes Wurzelvermögen. Die Vorbereitung zum Pflanzen sind so zu
treffen, wie es im März unter (Zur Neuanlage einer Hecke)
angegeben wurde. Die ausgehobene Erde vermischt man mit feuchtem Torf.
Außerdem gibt man eine 5 cm starke Torfdecke. Stallmist ist als
Bodendecke bei den immer grünen (außer Liguster) nicht
geeignet. Die Pflanzenstärke bestimmt den Bedarf an Pflanzen,
über den man sich beim Kauf in der Baumschule ebenso unterrichten
lassen sollte, wie auch über den nötigen Pflanzschnitt.
Wer die strauchige Potentillen (Fingerkraut) sowie den
Kirschlorbeer mit festem Ballen pflanzt, braucht sie nicht
zurückschneiden.Das trifft auch auf alle anderen Ballenpflanzen
zu, denn es handelt sich dann immer um normal gewachsene Pflanzen. Der
eingepackte Ballen entspricht in seiner Größe den
oberirdischen Teilen, so das die Pflanzen ohne Rückschnitt sicher
anwachsen, wenn sorgfälltig gepflanzt wird ( siehe beim Pflanzen
der Nadelhölzer).
Der Sanddorn (Hippophae) setzt nur Früchte an, wenn in
der Nähe der weiblichen männlichen Pflanzen stehen. Das
muß bei Neuanpflanzungen beachtet werden. Man rechnet 3 bis 6
weibliche auf 1ne männliche Pflanze. Das Geschlecht kann man erst
an 3 bis 4 jährigen Pflanzen erkennen. Bei den männlichen
stehen die Knospen an den Triebspitzen dichter und sind wesentlich
größer als die weiblichen.
Weißdornhecken sollte man nicht im Kleingarten mit
Obstbäumen anlegen. Sie sind zwar für den Vogelschutz sehr
wichtig, leiden aber unter allen Schädlingen und Krankheiten, die
uns auch an unseren Obstbäumen zu schaffen machen.
Der Ginkgobaum (Ginkgo biloba) ziert vor allem durch die
eigenartig geformten Blätter, die eine sehr schöne gelbe
Herbstfärbung aufweisen. Dieses außergewöhnliches
Gehölz eignet sich aber nur für größere
Verhältnisse, weil er sehr hoch wird. Da der Ginkgobaum sehr
langsam wächst, kann er aber auch im kleinem Garten viele Jahre
freude bereiten. An den Boden stellt er keine besonderen
Ansprüche. In einzelstellung wirkt er am besten.
Bei den Waldreben (Clematis) ist im April endgültig
festzustellen, was im Winter erfroren ist und jetzt abgeschnitten
werden muß. In schneearmen Wintern frieren sie manchmal bis zur
Erde ab, wenn der Winterschutz nicht genügte. Sie treiben dann von
unten wieder aus. Im übrigen schneidet man nur das ab, was trocken
geworden ist. Lange gesunde Triebe bindet man möglichst nach
unten. Sie entwickeln dann aus den Augen ihrer ganzen Länge neue
Triebe.
Waldreben (Clematis) muß man ab Ende April mit festem
Topfballen pflanzen. Sie werden recht fest und etwa 5 cm tiefer
gepflanzt, als sie vorher gestanden haben. Dabei darf man den
Topfballen nicht beschädigen, weil sonst das Ein - und
Weiterwachsen leidet. Die Pflanzstellen sind ständig gegen direkte
Sonnenbestrahlung zu schützen. Sie werden mit einer etwa 5 cm
starken Torfschicht bedeckt. Zur Not kann man Laub oder verrotteten
Dünger verwenden. Frischer Stallmist ist ungeeignet. Den unteren
Teil der Pflanzen schützt man durch das Vorpflanzen von 30 bis 50
cm hohen Stauden, die die direkte Sonnenbestrahlung verhindern.
Alle Stauden mit Ausnahme der neugepflanzten verlangen im
April Nährstoffe, damit sie optimales Wachstum entwickeln
können. Dazu verwendet man am besten stickstoffarme
Volldünger.Vor dem Düngen sind alle Winterschutz - und alten
Pflanzenresten zu entfernen.
Für Neuanlagen von Buschbaumeinfassungen muß der
Boden gut vorbereitet werden, damit sich die Pflanzen
gleichmäßig entwickeln. Vorallem ist der Boden reichlich mit
gut verrottetem Stallmist oder Torf zu versehen. Die jungen
Buschbaumpflanzen legt man an einer Schnur entlang so tief in den
Boden, das sie nur etwa 6 bis 8 cm über der Erde zu sehen sind.
Man muß sie recht fest pflanzen und anschließend stark
gießen. Nach dem Angießen sind die Pflanzen auf eine
gleiche Höhe zurückzuschneiden. Buschbaumpflanzen werden
nicht nach Stückzahl sondern nach dem Meterbedart verkauft.
Ältere Buschbaumeinfassungen, die
unregelmäßiges Wachstum zeigen, kann man auch noch im April
stark zurückschneiden. Dabei richtet man sich nach den niedrigsten
Stellen. Nötigenfalls kann bis auf den Erdboden
zurückgeschnitten werden. Sie treiben dann wieder stark aus.
Buschbaumeinfassungen, die Lücken aufweisen, pflanzt man
am besten um. Dazu wird alles ausgegraben und der Boden neu vorbereitet
( Siehe oben: für Neuanlagen von Buschbaumeinfassungen), auch das
Pflanzen wird so durchgeführt.
Ende April schon verblühte Frühjahrsstauden werden
geteilt und neu gepflanzt. Das trifft natürlich nur auf die zu,
die schon eine Reihe von Jahren stehen oder von anderen Stauden
bedrängt werden. Mit dem Standort muß man sowieso wechseln.
Die neue Pflanzstelle wird dabei mit Humusstoffen gut angereichert.
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